Korbach. Mit leicht rückläufigen Arbeitslosenzahlen ist der Agenturbezirk Korbach in das Frühjahr gestartet. In den beiden zugehörigen Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder waren im März 8877 Arbeitslose gemeldet und damit 150 weniger als im Februar (minus 1,7 Prozent). Gegenüber dem März des Vorjahres entspricht das einem Rückgang von 122 (minus 1,4 Prozent). Die Arbeitslosenquote betrug im März 4,7 Prozent, im Vormonat und im Vorjahr lag sie bei 4,8 Prozent. Als „grundsätzlich positiv“ wertet Agenturleiter Volker Breustedt die niedrigere Arbeitslosigkeit sowohl im Vergleich mit dem Februar dieses Jahres als auch mit März 2025. „Insgesamt lässt eine merkliche Frühjahrsbelebung jedoch auf sich warten und der Arbeitsmarkt zeigt ein gemischtes Bild. So ist der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich ausschließlich auf die Jobcenter zurückzuführen, während bei der Arbeitsagentur die Zahlen seit März 2025 gestiegen sind. Auch sind aktuell mehr Menschen von einer Erwerbstätigkeit in die Arbeitslosigkeit gewechselt als in den Vorjahren. Dies zeigt, dass dem Arbeitsmarkt weiterhin stärkere konjunkturelle Impulse fehlen.“ Gleichzeitig seien seit Jahresbeginn wieder mehr Stellen gemeldet worden als im ersten Quartal 2025, so Breustedt. Für rund drei Viertel aller offenen Stellen würden Fachkräfte und Spezialisten gesucht, für etwa ein Viertel ungelernte Kräfte. „Wir werden daher weiter mit Beratung und Qualifizierung Menschen auf dem Weg in Beschäftigung unterstützen, um die Potenziale des Arbeitsmarktes zu nutzen.“
Mit Ausnahme der Langzeitarbeitslosen zeigten alle Personengruppen im März weniger Arbeitslose als im Februar. Die prozentual deutlichste Abnahme gab es bei Ausländern (minus 2,8 Prozent) und Jüngeren bis 25 Jahren (2,7 Prozent), gefolgt von Älteren ab 50 Jahren (minus 1,8 Prozent), Männern (minus 1,7 Prozent) und Frauen (minus 1,6 Prozent). Bei den Langzeitarbeitslosen ist im Monatsvergleich ein Plus von 24 auf 2453 zu verzeichnen (plus 1,0 Prozent).
Im Vergleich mit Februar ist die Arbeitslosigkeit im März in beiden Rechtskreisen zurückgegangen. Bei der Arbeitsagentur (Rechtskreis Sozialgesetzbuch III) waren 3970 Arbeitslose gemeldet, 60 weniger als im Vormonat (minus 1,5 Prozent). Die beiden Jobcenter im Landkreis (Rechtskreis Sozialgesetzbuch II) zählten 4907 Arbeitslose, 90 weniger als im Februar (minus 1,8 Prozent). Der Jahresvergleich zeigt hingegen deutliche Unterschiede: Während bei der Arbeitsagentur seit März 2025 ein Zuwachs von 177 Arbeitslosen zu verzeichnen ist (plus 4,7 Prozent), waren es bei den Jobcentern 299 Arbeitslose weniger (minus 5,7 Prozent). 2031 offene Stellen waren zum Stichtag im Agenturbezirk gemeldet, das sind 20 weniger als im Februar und 184 weniger als im März 2025. Die Meldung offener Stellen hat im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr angezogen: Bis März waren 1487 neue Stellenmeldungen eingegangen, 127 mehr als 2025 (plus 9,3 Prozent). Im Agenturbezirk haben bis zum 25. März 5 Betriebe neu Kurzarbeit angezeigt, von der maximal 61 Beschäftigte betroffen sein können. Vor einem Jahr waren es 11 Betriebe mit bis zu 59 betroffenen Mitarbeitenden.
Die Arbeitsmarktzahlen in den Landkreisen
Landkreis Waldeck-Frankenberg: Im Landkreis Waldeck-Frankenberg waren im März 4163 Menschen arbeitslos gemeldet, 77 weniger als im Februar (minus 1,8 Prozent) und 235 weniger als vor einem Jahr (minus 5,3 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag bei 4,7 Prozent, vor einem Monat hatte sie 4,8 und vor einem Jahr 5,0 Prozent betragen. Der Bestand an offenen Stellen hat sich seit Februar um 22 auf 1189 erhöht, das sind 62 weniger als vor einem Jahr.
Korbach mit Bad Wildungen: 1821 Personen ohne Arbeit waren im März in Korbach und Bad Wildungen gemeldet, 63 weniger als im Februar (minus 3,3 Prozent) und 60 weniger als vor einem Jahr (minus 3,2 Prozent). Die Quote von 4,3 Prozent liegt jeweils 0,2 Prozentpunkte niedriger als im Februar 2026 und im März 2025.
Geschäftsstelle Frankenberg: 1434 Arbeitslose verzeichnete die Geschäftsstelle Frankenberg im Berichtsmonat, 7 mehr als Februar (plus 0,5 Prozent), aber 155 weniger als vor einem Jahr (minus 9,8 Prozent). Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,1 Prozentpunkte auf 5,0 Prozent, vor einem Jahr hatte sie noch 5,5 Prozent betragen.
Geschäftsstelle Bad Arolsen: In der Geschäftsstelle Bad Arolsen ist die Zahl der Arbeitslosen um 21 auf 908 gesunken (minus 2,3 Prozent), das sind 20 weniger als vor einem Jahr (minus 2,2 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag bei 5,1 Prozent, das sind jeweils 0,1 Prozentpunkte weniger als vor einem Monat und vor einem Jahr.
Landkreis Schwalm-Eder: 4714 Arbeitslose waren im März im Schwalm-Eder-Kreis registriert, 73 weniger als im Februar (minus 1,5 Prozent) und 113 mehr als im Vorjahresmonat (plus 2,5 Prozent). Die Quote betrug 4,7 Prozent, im Februar hatte sie bei 4,8 Prozent und vor einem Jahr bei 4,6 Prozent gelegen. 842 offene Stellen waren im Landkreis gemeldet, 42 weniger als im Februar 2026 und 122 weniger als vor einem Jahr.
Geschäftsstelle Fritzlar-Homberg: 2301 Arbeitslose waren in der Geschäftsstelle Fritzlar-Homberg erfasst, 48 weniger als im Februar (minus 2,0 Prozent) und 156 mehr als vor einem Jahr (plus 7,3 Prozent). Die Arbeitslosenquote sank gegenüber dem Vormonat von 4,9 auf 4,8 Prozent, vor einem Jahr hatte sie 4,5 Prozent betragen.
Geschäftsstelle Melsungen: In der Geschäftsstelle Melsungen war ein Rückgang um 24 auf 1262 Arbeitslose zu verzeichnen (minus 1,9 Prozent), gegenüber dem Vorjahr sind das 7 weniger (minus 0,6 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag bei 4,9 Prozent, das sind 0,1 Prozentpunkte weniger als vor einem Monat und der gleiche Wert wie vor einem Jahr.
Geschäftsstelle Schwalmstadt: 1151 Menschen auf Jobsuche zeigte die März-Statistik für die Geschäftsstelle Schwalmstadt, 1 weniger als im Februar (minus 0,1 Prozent) und 36 weniger als im März des Vorjahres (minus 3,0 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag unverändert bei 4,3 Prozent, im März 2025 hatte sie 4,4 Prozent betragen.

